Rillgerät

Ein Rillgerät wird von Augenoptikern in der Werkstatt verwendet, um ein formgerandetes Brillenglas für die Fixation und die Montage in einer Fassung mit einer Rille beziehungsweise einer Nut zu versehen. Mit diesem Gerät können Brillengläser aus Mineral- oder aus Kunststoffmaterial bearbeitet werden.

Dies ist bei Fassungen nötig, bei denen ein dünner Rand oder ein Nylorfaden in der Rille oder Nut des Glases einfassen muss, um dieses montieren zu können. Diese Fassungen werden u.a. Nylorfassung genannt.

Rillgeräte gibt es als manuelle Version, bei der der Optiker mit seiner Hand das Brillenglas langsam über das Rillrad dreht. Bei automatischen Rillgeräten wird das Brillenglas in einer Art Haltevorrichtung fest eingespannt und durch Haltearme auf dem Rillrad fixiert, um die Nut auf den Glasrand zu setzen.

Über verschieden dicke Rillräder kann die Nutbreite auf die Brillenfassung angepasst werden. Hier ist handwerkliches Geschick gefragt, denn je nach Brillenglasform oder –dicke, müssen die Justierschrauben des Rillgerätes eingestellt werden, um die Rilltiefe und Rillposition optisch und auch kosmetisch perfekt anzupassen.

Damit es nicht zu Ausplatzern oder Fehlern bei der Fertigung der Nut kommt, muss das Rillrad immer durch ein Wasserschwämmchen befeuchtet werden – das verhindert eine Überhitzung des Glases und wirkt sich positiv auf die Bearbeitung aus, denn nur so gleitet das Brillenglas leicht über das Rillrad.