Poliergerät

In der Werkstatt eines Augenoptikfachgeschäftes werden Poliergeräte zur Randbearbeitung von Brillengläsern sowie zur Oberflächenbearbeitung von Brillenfassungen eingesetzt. Auf die beiden Kegelspitzen des Poliergerätes wird dazu eine Polierschwabbel montiert. Dieser wird von einem elektrischen Motor zum Rotieren gebracht. Je nach Poliermaschine werden zwischen 1.400 und 2.800 Umdrehungen pro Minute erreicht oder können über einen Regler eingestellt werden. Für jedes Material gibt es passende Schwabbeln und Polierpasten. Die Paste sorgt für den nötigen Abrieb des Materials und eine perfekte Politur der Oberfläche. Die Schwabbeln können in unterschiedlichen Größen und Härtegraden gewählt werden.

Beim Arbeiten an der Poliermaschine empfiehlt es sich, ein Absauggerät zu benutzen, um das Herumfliegenden von Partikeln weitgehend zu verhindern. Außerdem müssen einige Sicherheitsmaßnahmen aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen befolgt werden:

  • Schutzkleidung und Schutzbrille tragen
  • Haare zusammenbinden oder ein Haarnetz tragen
  • Jeglichen Schmuck und lange Ketten ablegen

Der Brillenglasrand kann mit Hilfe des Poliergerätes von seidenmatt bis hochglanz bearbeitet werden. Dazu wird auf die Polierschwabbel die passende Polierpaste aufgetragen. Je stärker der Druck auf die Schwabbel dabei ist, desto schneller wird die Fläche hochglanzpoliert. Ein kosmetischer Effekt, der den Glasrand etwas auffälliger wirken lässt. Dieser Effekt wird u.a. bei randlosen Fassungen, bei Nylorbrillen oder auch bei sehr starken Minusgläsern genutzt.

Oberflächenschäden wie Kratzer oder auch Abnutzungserscheinungen von Acetat, die sich durch weißliche Stellen bemerkbar machen, können durch eine Politur entfernt werden. Auch Metalle und Kunststoffe lassen sich mit einer Poliermaschine bearbeiten.